FRAU SEIN IN WECHSELVOLLEN ZEITEN.

Die weibliche Brust gilt in erster Linie als Symbol der Weiblichkeit und der Fruchtbarkeit. Sie bildet als größtes Drüsenorgan, Milch für den Nachwuchs, und sie ist als hormonabhängiges Gewebe während der Geschlechtsreife zyklischen Auf- und Abbauvorgängen unterworfen.


Die Brust liegt direkt unterhalb des Unterhautfettgewebes auf dem Brustmuskel (auch »Musculus pectoralis« genannt). Sie besteht aus Drüsen-, Fett- und Bindegewebe. Die etwa 20 Milchdrüsen (auch »Lobuli« genannt), sind ihrerseits aus einer Vielzahl von Drüsenläppchen aufgebaut. In diesen wird nach der Schwangerschaft unter dem Einfluß von weiblichen Geschlechtshormonen Muttermilch produziert. Von den Drüsenläppchen gehen Milchgänge (auch »Ducti« genannt) aus, die die Brust durchziehen und die Milch zur Brustwarze transportieren. Kurz vor der Brustwarze besitzt das Milchgangsystem Ausweitungen (so genannte »Sinus«), die beim Stillen eine Pumpfunktion besitzen.

Das Drüsensystem ist in Fett- und Bindegewebe eingebettet, welche der Brust Form und Festigkeit verleihen. Die Brust wird über ein feines Netz von Blutgefäßen von der Achselhöhle und vom Brustbein aus mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Neben den Blutgefäßsystem spielt auch das Lymphsystem eine wichtige Rolle in der Brust. Ein Netzwerk von feinen Lymphgefäßen transportiert Krankheitserreger, Abbauprodukte von Zellen, manchmal aber auch ganze Tumorzellen aus dem Brustgewebe in Richtung Lymphknoten ab. Die etwa erbsgroßen Organe wirken als Filterstationen und können mit Hilfe von spezielle Abwehrzellen körperfremde Substanzen zerstören. Die wichtigsten Lypmhknotenstationen der Brust liegen in der Achsenhöhlenregion, im Bereich des Schlüsselbeines und des Brustbeines. Normalerweise sind bei gesunden Menschen die Lymphknoten nicht tastbar. Bei einer Brustentzündung oder bei einer bösartigen Erkrankung der Brust können sie jedoch manchmal tastbar werden.

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