FRAU SEIN IN WECHSELVOLLEN ZEITEN.


Frauen bei denen der Brustkrebs früh – also noch bevor er tastbar ist - erkannt und behandelt wird haben die größten Chancen auf Heilung. In einem solchen Fall beträgt die Wahrscheinlichkeit dass der Krebs innerhalb der nächsten 5 Jahre wiederkehrt nur 5 Prozent. Mit Hilfe der Mammographie und einer ergänzenden Brustultraschalluntersuchung kann ein bösartiger Tumor bereits zu diesem Zeitpunkt erkannt werden. Leider nutzten immer noch zu wenige Frauen diese Möglichkeit der Brustkrebsfrüherkennung.

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Die nachfolgenden Empfehlungen zur Brustkrebsfrüherkennung entsprechen den Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO):

 

Monatliche Selbstuntersuchung der Brust
Jede Frau sollte wissen, wie sich ihr eigenes Brustgewebe anfühlt und sollten Ihren Frauenarzt bei Veränderungen sofort informieren. Eine monatliche Selbstuntersuchung der Brust sollte bereits vor dem 20 Lebensjahr begonnen werden und sollte möglichst in den Tagen nach einer Regelblutung durchgeführt werden.

 

 Jährliche Tastuntersuchung der Brust durch den Frauenarzt
Alle Frauen ab dem 20. Lebensjahr sollten jährlich eine Brustuntersuchung durch ihren Frauenarzt durchführen lassen.

 

Regelmäßige Mammographieuntersuchungen
Jede Frau sollte zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr eine Basismammographie anfertigen lassen. Zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr soll die Mammographie in zweijährigen Abständen durchgeführt werden. Vom 50. bis zum 70. Lebensjahr ist die Mammographie als Brustkrebsvorsorgeuntersuchung in jährlichem Abstand Standard. Nach dem 70. Lebensjahr soll nur dann eine Mammographie durchgeführt werden, wenn ein Verdacht auf eine bösartige Brusterkrankung besteht. Eventuell führt der Radiologe zusätzlichen Brustultraschall durch um bei unklaren Brustveränderungen zusätzliche Informationen zu erhalten.

 

Spezialuntersuchungen bei Frauen mit familiärer Belastung
Frauen, in deren unmittelbaren Familie Brust- und Eierstockkrebs bekannt sind, Frauen, in deren Familie vermehrt Krebserkrankungen festgestellt wurden, und Frauen, die selbst einmal an einem Brustkrebs erkankt waren, haben ein erhöhtes Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Gerade diese Frauen sollten mit ihrem Arzt über die möglichen Vorteile eines früheren Beginns von Mammographien und über die Verwendung von zusätzlichen Untersuchungstechniken wie beispielsweise Brustulltraschall und Kernspintomographie sprechen.

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Genetische
Beratung bei
familiärem Brust-
und Eierstock-
krebs